Das Problem mit den Handys

Handy

In diesem Beitrag möchte ich über das Problem mit den Handys berichten. Zuerst einmal die Frage, ob wir denn überhaupt ein Problem haben. Ist es ein ok, dass unsere Kinder heutzutage YouTube Videos auf dem Handy laden können, bevor sie überhaupt laufen können? Ist es ein Fehler von uns, dass wir es soweit haben kommen lassen? Was bedeutet das für das Kind? Hätten wir es vermeiden können?

Der Handywahn

Die Antwort lautet: nein, wir hätten es nicht vermeiden können. Wie auch, wenn unser Baby von Geburt an sieht, dass wir mit einem Handy Fotos machen, ständig telefonieren und SMS schreiben oder etwas googeln. Immer ist dieses Ding in der Nähe von Mama und Papa! Und sobald klar ist, dass man «Itsy Bitsy Spider» oder «Five litte ducks» durch das drücken der YouTube App ganz einfach jederzeit anschauen und hören kann, beginnt der Handywahn.

Zuerst einmal ist dies nicht Schlechtes. Dadurch, dass das Handy das Interesse des Kindes weckt, spricht es seine Sinne an und somit auch die vielen kleinen Nervenzellen im Gehirn. Diese entwickeln sich nun zügig weiter. Bei jedem gescheiterten Versuch, das Musikvideo abzuspielen, lernt das Kind aus seinen Fehlern und lernt somit dazu. Trotzdem wissen wir nicht, welche Folgen dieses frühe «Handysyndrom» hat. Unten einige mögliche Zukunftsszenarien.

Das Superhirn

Unser Kind geht zur Schule und hat die besten Noten. Durch den frühen Kontakt mit dem Mobiltelefon bildeten sich Milliarden Neuronenverbindungen im Gehirn, welche sich stetig erweiterten. Das Kind spricht schon im frühen Schulalter englisch, da es mit «Itsy Bitsy Spider» und ähnlichen Liedern gross wurde. Seine Augen sind scharf wie die eines Adlers, da durch die vielen Filme auf dem Handy die Augenmuskeln trainiert wurden. Es wird demnächst eine Klasse überspringen, da seine Auffassungsgabe so ausgeprägt ist.

Das Musiktalent

Durch den frühen Kontakt mit Musikvideos trainierte unser Kind das Gehör und seinen Sinn für Musik. Es spielt die Königsinstrumente Klavier und Geige und singt alle möglichen Lieder aus dem Radio nach. Englisch spricht es schon, seit es sprechen kann. Bei seinem Auftritt in «The Voice Kids» drehten sich nach einem rührenden «Rise like a Phoenix» alle vier Jurymitglieder applaudierend um. Eine Musikkarriere ist naheliegend.

Der IT-Nerd

Unser Kind ist technisch sehr begabt. Durch den frühen Kontakt mit Mobiltelefonen durchschaute es die Funktionsweise von mobilen Geräten schnell. Mit Computern kennt es sich ebenfalls sehr gut aus. Es trägt eine Brille, da die Filme, die es im jungen Babyalter bereits geschaut hat, die Augen geschwächt haben. In Zukunft will es bei Google arbeiten. Leider verbringt es viel zu viel Zeit zuhause vor dem Computer.

Das gescheite Kind

Unser Kind ist fleissig in der Schule und hat gute Noten. Es hat einen praktischen und klugen Verstand. Es hat viele Freunde, da es wie alle anderen Kinder mit Handys, iPads und iPhones aufwuchs und sich dementsprechend gut damit auskennt. Durch die vielen Diskussionen über die neusten Apps und Neuigkeiten in sozialen Netzwerken ist unser Kind entsprechend redegewandt. Es spricht fliessend Englisch. Durch seine überaus intelligente Weltanschauung sieht es den Unterschied zwischen realer und virtueller Welt und weiss, dass es eine Zeit fürs Handy gibt und eine Zeit für Gespräche, für Schulaufgaben, für Sport und für Musik. Es verbringt gerne Zeit mit uns in der Natur.

Worauf es ankommt

Wir kennen den Ausgang der Geschichte nicht aber wünschen wir uns nicht alle das letzte Szenario für unsere Kinder? Vielleicht sollten wir uns nicht zu viel Gedanken über den angeblichen Handywahn machen und uns lieber darauf konzentrieren, unseren Kindern aufzuzeigen, welche Dinge im Leben interessanter sind als «Itsy Bitsy Spider».

Herzlichst,

YoungMum

 

 

 

 

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