Frauenfitness

Frauenfitness

Frauen und Fitness – natürlich oder unnötig? Wie stehen Frauen eigentlich zu Fitness und einem gesunden Körper? Trainieren sie? Wer liess sich in letzter Zeit vom Fitnesshype anstecken? YoungMum hat zu diesem Thema eine Mini-Studie mit Frauen im Alter zwischen 30 und 40 Jahren durchgeführt und präsentiert hier die Ergebnisse.

Wie wichtig ist ein schöner Körper?

Ein schöner Körper macht Freude, gibt Selbstbewusstsein und macht das Leben einfacher. Da sind wir Frauen uns einig! Ein schöner Körper muss nicht schlank sein und natürlich ist das Wort «schön» sehr subjektiv, jeder empfindet eine andere Körperform als schön. Einig sind sich die Befragten aber auch, dass die Aussicht auf einen schönen Körper nicht reicht, um sich zu motivieren. Einerseits werden Äusserlichkeiten als nicht so wichtig empfunden, anderseits hat jeder so seine Beschäftigungen, Verpflichtungen und Hobbies. Somit wird die Frage nach einem schönen Körper meist in den Hintergrund gedrückt. Das ist schade, denn in unserem Alter ist es zunehmend schwieriger, nicht wie ein Hefekuchen aufzugehen.

Was denken Frauen über Fitness?

6 von 10 Frauen möchten sich gesund und kräftig fühlen. Sie bewegen sich gern, sind aber zeitlich eingeschränkt, sei es durch eine Vollzeitstelle oder Kinderbetreuung. Fit zu sein, heisst für die Befragten vor allem gesund zu sein. Ausserdem ist es eine Lebenseinstellung. Sich nur gerne zu bewegen reicht nicht, man muss auch gesund leben. Was nützt es, konsequent einmal pro Woche Zumba zu machen, sich aber von Fastfood, Chips und Schokolade zu ernähren? In unserer schnelllebigen Zeit ist es somit sinnvoll, sich optimale Rahmenbedingungen für eine gesunde Lebensweise zu erstellen. Zum Beispiel gesunde Snacks im Büro griffbereit zu haben, die Treppe statt den Aufzug zu nehmen, viel Gemüse einzukaufen und nie hungrig in einen Supermarkt zu gehen. Somit kann man sich eine gesunde Lebensweise aneignen, die einen vor Extrapfunden bewahrt und wenigstens eine minimale Körperfitness erlaubt.

Welche Sportarten sind beliebt?

Ganz zuoberst auf der Liste steht Sport ausserhalb des Fitnesscenters, sei es zu Hause oder draussen in der Natur. Die wenigen, die regelmässig ins Fitnessstudio gehen, besuchen Gruppentrainings wie Zumba oder Body-Pump. Zusammen trainiert es sich leichter, ausserdem macht Musik gute Laune. Beliebt sind Velotouren, Schwimmen und Yoga. Nur eine der Befragten trainiert zu Hause mit Gewichten. Der Rest ist sich einig: schöne Formen – ja! zu viel Muskeln – nein! Ich persönlich liebe mein Mountainbike und meine Inline Skates aber mein absoluter Favorit ist Pilates am Strand!

Der Fitnesshype

Fitness Coaches wetteifern auf Instagram mit Schnappschüssen ihrer durchtrainierten Körper, sie bringen Bücher mit Rezepten der 15-Minuten-Küche und Übungen für zu Hause heraus und füllen Konzerthallen mit begeisterten Fans aus. An den in meiner Mini-Studie befragen Frauen geht dieser Trend vollends vorbei, ihre Einstellung hinsichtlich Bewegung und Sport hat sich in den letzten Jahren nicht verändert, auch durch das Aufkommen von Fitnessstars nicht. Keine der Befragten hat ein Schönheitsidol. Ich selber kenne nur zwei Fitnessstars, einmal Joe Wicks («The Body Coach»), dessen Buch ich mir gekauft habe und Kayla Itsines, die mich mit ihrer sympathischen Art sofort in ihren Bann zog. Diese Sympathie oder vielleicht sogar Bewunderung reicht aber nicht, um beispielsweise den gesamten Ernährungsplan umzustellen, wie es Joe Wicks empfiehlt. Kocht man für eine ganze Familie, ist dies sowieso schwierig. Somit bleibt es bei einem Trend, der wohl nur Leute begeistert, bei denen Sport und Fitness sowieso einen hohen Stellenwert haben.

Fazit

Das Leben ist schöner, wenn man sich bewegt. Selten ist dazu der Gang ins Fitnesscenter nötig. Viele Sportarten kann man draussen machen und wen’s nicht anders geht oder bequemer ist, macht man Übungen zu Hause. Häufig sind dazu die teuren Geräte aus dem Fitnessstudio nicht nötig, mit einigen wenigen Geräten wie praktischen Kompakthanteln und Bändern kann man prima trainieren. Schlussendlich ist es wie mit allem: wenn man etwas will, gibt es keine Ausreden. Will man seinen Körper formen, kann man das hier und jetzt tun, mit oder ohne Geräten. Der Rest ist Motivationssache.

Vielen Dank allen Teilnehmerinnen für das Ausfüllen des Frauenfitness-Fragebogens!

Herzlichst,

YoungMum

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