Allergien von Babys besser verstehen

Allergien von Babies besser verstehen

Was ist eine Allergie genau?

Wenn das Immunsystem auf an sich harmlose Stoffe wie Blütenpollen oder Tierhaare überreagiert und sie wie Krankheitserreger abwehrt, spricht man von einer Allergie. Das Risiko für den Ausbruch von Allergien hängt untrennbar mit dem Immunsystem zusammen: Wenn es sich gesund entwickelt, kann es richtig reagieren, das heisst schädliche Erreger erkennen und die eigentlich harmlosen „Allergieauslöser“ tolerieren.

Die häufigsten Allergieauslöser bei Babys

Der häufigste Allergieauslöser ist die genetische Vorbelastung. Leidet der Vater oder die Mutter an Heuschnupfen, Neurodermitis, allergischer Bindehautentzündung oder bestimmten Nahrungsmittelallergien, liegt das Allergierisiko für die Nachkommen bei rund  30 Prozent. Sind beide Eltern betroffen, kann dieses bis auf 70 Prozent steigen, erklärt Peter Schmid-Grendelmeier, Leiter der Allergiestation der Dermatologischen Klinik am Universitätsspital Zürich.

Lebensmittel (Mehl, Kuhmilch und Hühnereiweiss), rauchen während der Schwangerschaft und nach der Geburt, Tabakrauch in der Wohnung, Schimmelpilze, Schadstoffe in der Raumluft, Hausstaub und Milben können weitere Allergieauslöser sein. Haustierhaltung, insbesondere die Haltung von Katzen kann Allergien fördern, andererseits ist ein früher Kontakt mit Tieren eine Möglichkeit, Allergien vorzubeugen. Bauernkinder haben beispielsweise seltener allergische Erkrankungen. Auch übertriebene Hygiene begünstigen Allergien sowie ein seltener Kontakt mit anderen Kindern.

Die Symptome einer Allergie

Allergiesymptome können sehr vielfältig sein und sich praktisch am ganzen Körper zeigen. Zudem ähneln sie häufig den Symptomen anderer Erkrankungen – etwa denen einer Erkältung. Nicht selten bleiben Allergien deshalb lange unerkannt. Zu den häufigsten Allergiesymptomen gehören:

  • Haut (Hautausschlag, Ekzeme, Neurodermitis, Juckreiz, Nesselausschlag)
  • Magen-Darm-Trakt (Koliken, Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall, Spucken, Schluckbeschwerden, Erbrechen, Gewichtsverlust, Gewichtsstagnation)
  • Atemwege (Chronischer Husten, Asthma, Laufende Nase, Heiserkeit, Anzeichen einer Infektion)

Wie beuge ich einer Allergie bei meinem Baby vor?

Wie das aha! Allergiezentrum Schweiz berichtet, können Allergien durch vorbeugende Massnahmen vermieden werden:

  • Stillen ist nach wie vor die beste Allergieprävention, am besten mindestens sechs Monate lang. Muttermilch ist von Natur aus allergenarm. Stillen stärkt das Immunsystem des Kindes in einer einzigartigen Art und Weise. Nach der Stillzeit gibt es speziell entwickelte Säuglingsnahrungen für allergiegefährdete Babys. Diese Lösung bietet sich an, wenn die Mutter aus einer Allergiker-Familie stammt und ihr Kind nicht oder nicht ausreichend stillen kann.  Ein Team aus über 400 Wissenschaftlern und Experten hat nach dem Vorbild der Muttermilch die fortschrittliche Aptamil® Prosyneo Säuglingsnahrung mit patentierten Inhaltsstoffen entwickelt. Aptamil Prosyneo Folgemilch wurde speziell für allergiegefährdete Babys entwickelt. Hier habe ich auch darüber berichtet.
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten entwickeln Kinder oft bei Milchprodukten, Eiern, Getreide, Fisch oder Obst. Beginnen Sie mit der Beikost also schon nach dem vierten Lebensmonat um das Kind auf verschiedene Lebensmittel zu sensibilisieren.
  • Auf eine saubere Umgebung achten. Spielzeug und Plüschtiere sollten regelmässig gewaschen werden. Plüschtiere kann man auch über Nacht ins Tiefkühlfach legen, um Milben abzutöten. Eine zu saubere Umgebung sollte aber vermeiden werden, da sich das Immunsystem des Kindes so nicht abhärten kann.
  • Auf Staubfänger in der Wohnung wie Teppiche, Stoffsofas, Vorhänge und Schaffelle verzichten.

Wichtig ist auch zu wissen, dass Allergien nicht nur in den ersten Lebensmonaten eines Neugeborenen entstehen. Eine australische Untersuchung, die in Science Translational Medicine veröffentlicht wurde, zeigt, dass auch vorgeburtliche Faktoren wie Ernährung und Umgebung der Mutter eine Rolle spielen[1]. Die Verantwortung beginnt also schon von Anfang an bei der Schwangerschaft. Ein gesunder Lebensstil ist also das A und O.

Herzlichst,

YoungMum

 

Wichtiger Hinweis: Stillen ist ideal für Ihr Kind. Folgemilch eignet sich nur für Kinder ab 6 Monaten. Lassen Sie sich beraten.

[1] Science Translational Medicine (2016; 8: 321ra8)

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